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- Herr, deine Liebe
- Wo ein Mensch Vertrauen gibt
- Gott, der nach seinem Bilde
- Herr, vor dein Antlitz treten zwei
- Komm, Herr, segne uns
- Lobe den Herren
- Du hast uns, Herr, in dir verbunden
- Danke-Lied
- Großer Gott, wir loben dich
- Nun danket alle Gott
- Nun danket all und bringet Ehr
- Gottes Geschöpfe
- Wie lieblich ist der Maien
- In dem Herren freuet euch
- Gott, wir preisen deine Wunder
- Gott, unser Festtag ist gekommen
- Dank sei dir, Gott der Freude
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Was sollen wir bei der kirchlichen Trauung singen?
Vor - und spätestestens in jedem Traugespräch stellt sich diese Frage. Leider entsprechen viele der "alten" Gesangbuchlieder und -melodien nicht mehr dem heutigen Geschmack bzw. der Stimmung (obwohl: ein genauerer Blick auf den Text lohnt sich!). Und dann kennt man auch zuwenig ...
Die vorliegende Auswahl soll eine Hilfe zur Orientierung sein.
Manche der Lieder hat man schon einmal gehört - in seligen Konfirmanden-Zeiten oder im einen oder anderen Gottesdienst.
An der linken Seite finden Sie eine Übersicht über die hier gesammelten Lieder.
Anmerkung:
Wegen ungeklärter rechtlicher Fragen können wir Ihnen die Lieder zur Zeit nicht als midi-Files zur Verfügung stellen. Wir arbeiten an einer Lösung.
Markus Fay-Fürst und Güntzel Schmidt
Lied: „Herr, deine Liebe“
Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer,
wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus.
Frei sind wir, da zu wohnen und zu gehen.
Frei sind wir, Ja zu sagen oder Nein.
Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer,
wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus.
Wir wollen Freiheit um uns selbst zu finden,
Freiheit aus der man etwas machen kann.
Freiheit, die auch noch offen ist für Träume,
wo Baum und Blume Wurzeln schlagen kann.
Herr, deine Liebe ...
Herr, du bist Richter, du nur kannst befreien!
Wenn du uns freisprichst, dann ist Freiheit da.
Freiheit, sie gilt für Menschen, Völker, Rassen,
so weit wie deine Liebe uns erreicht.
Herr, deine Liebe ...
Text: Anders Frostensson, Übertragung: Ernst Hansen, 1970
Lied EG 604: „Wo ein Mensch Vertrauen gibt“
Wo ein Mensch Vertrauen gibt, nicht nur an sich selber denkt,
|: fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht :|.
Wo ein Mensch den andern sieht, nicht nur sich und seine Welt,
|: fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht :|.
Wo ein Mensch sich selbst verschenkt und den alten Weg verläßt,
|: fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht :|.
Text: Hans-Jürgen Netz 1975
Lied „Gott, der nach seinem Bilde“
Gott, der nach seinem Bilde aus Staub den Menschen macht,
hat uns seit je zur Freude einander zugedacht.
Er fügt euch nun zusammen, läßt Mann und Frau euch sein,
einander Wort und Treue, einander Brot und Wein.
Und wie der Mensch die Antwort von Anfang an entbehrt,
solang er nicht die Liebe des anderen erfährt,
so sollt auch ihr von nun an in nichts mehr ganz allein,
vereint an Leib und Herzen einander Antwort sein.
Und wie zu zwei und zweien der Mensch den Weg durchmißt,
wenn er zum Ende wandert und Gott ihm nahe ist,
so wird er bei euch bleiben im Leben und im Tod;
denn groß ist das Geheimnis, und er ist Wein und Brot.
(GL 74, Melodie = EG 523 Valet will ich dir geben)
Text: Huub Oosterhuis, Übertragung: Nikolaus Greitmann, Peter Pawlowsky 1967
Lied EG 238: „Herr, vor dein Antlitz treten zwei“
Herr, vor dein Antlitz treten zwei,
um künftig eins zu sein
und so einander Lieb und Treu
bis in den Tod zu weihn.
Sprich selbst das Amen auf den Bund,
der sie vor dir vereint;
hilf daß ihr Ja von Herzensgrund
für immer sei gemeint.
Zusammen füge Herz und Herz,
daß nichts hinfort sie trennt;
erhalt sie eins in Freud und Schmerz
bis an ihr Lebensend.
(Melodie = EG 322)
Text: Viktor Friedrich von Strauss und Torney 1843
Lied EG 170: „Komm, Herr, segne uns“
Komm, Herr, segne uns, daß wir uns nicht trennen,
sondern überall uns zu dir bekennen.
Nie sind wir allein, stets sind wir die deinen.
Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.
Keiner kann allein Segen sich bewahren.
Weil du reichlich gibst, müssen wir nicht sparen.
Segen kann gedeihn, wo wir alles teilen,
schlimmen Schaden heilen, lieben und verzeihn.
Frieden gabst du schon, Frieden muß noch werden,
wie du ihn versprichst uns zum Wohl auf Erden.
Hilf, daß wir ihn tun, wo wir ihn erspähen
– die mit Tränen säen werden in ihm ruhn.
= 1.
Text: Dieter Trautwein 1978
Lied EG 317: „Lobe den Herren, den mächtigen König“
Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
meine geliebete Seele, das ist mein Begehren.
Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf,
lasset den Lobgesang hören!
Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
In wieviel Not hat nicht der gnädige Gott
über dir Flügel gebreitet!
Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet,
der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet.
Denke daran, was der Allmächtige kann,
der dir mit Liebe begegnet.
Text: Joachim Neander 1680
Ökumenische Fassung:
Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.
Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf,
lasset den Lobgesang hören!
Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,
der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,
der dich erhält, wie es dir selber gefällt;
hast du nicht dieses verspüret?
Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
In wieviel Not hat nicht der gnädige Gott
über dir Flügel gebreitet!
Lobe den Herren, der sichtbar dein Leben gesegnet,
der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet.
Denke daran, was der Allmächtige kann,
der dir mit Liebe begegnet.
Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen.
Lob ihn mit allen, die seine Verheißung bekamen.
Er ist dein Licht, Seele, vergiss es ja nicht.
Lob ihn in Ewigkeit. Amen.
Lied EG 240: „Du hast uns, Herr, in dir verbunden“
Du hast uns, Herr, in dir verbunden,
nun gib uns gnädig das Geleit.
Dein sind des Tages helle Stunden,
dein ist die Freude und das Leid.
Du segnest unser täglich Brot,
du bist uns nah in aller Not.
Laß unsre Liebe ohne Wanken,
die Treue laß beständig sein.
Halt uns in Worten und Gedanken
von Zorn, Betrug und Lüge rein.
Laß uns stets füreinander stehn,
gib Augen, andrer Last zu sehn.
Lehr uns, einander zu vergeben,
wie du in Christus uns getan.
Herr, gib uns teil an deinem Leben,
daß nichts von dir uns scheiden kann.
Mach uns zu deinem Lob bereit,
heut, morgen und in Ewigkeit.
M = EG 330
Lied EG 334: „Danke“
Danke, für diese Hochzeit heute,
danke, für jeden neuen Tag!
Danke, daß ich aus Herzensgrunde
heut' dich preisen mag!
Danke, für alle guten Freunde,
danke, o Herr für jedermann.
Danke, wenn auch dem größten Feinde
ich verzeihen kann.
Danke, für meine Arbeitsstelle,
danke, für jedes kleine Glück.
Danke, für alles Frohe, Helle
und für die Musik.
Danke, für manche Traurigkeiten,
danke, für jedes gute Wort.
Danke, daß deine Hand mich leiten
will an jedem Ort.
Lied EG 331: Großer Gott, wir loben dich
Großer Gott, wir loben dich;
Herr, wir preisen deine Stärke.
Vor dir neigt die Erde sich
und bewundert deine Werke.
Wie du warst vor aller Zeit,
so bleibst du in Ewigkeit.
Alles, was dich preisen kann,
Cherubim und Seraphinen,
stimmen dir ein Loblied an,
alle Engel, die dir dienen,
rufen dir stets ohne Ruh:
„Heilig, heilig, heilig!“ zu.
Heilig, Herr Gott Zebaoth!
Heilig, Herr der Himmelsheere!
Starker Helfer in der Not!
Himmel, Erde, Luft und Meere
sind erfüllt von deinem Ruhm;
alles ist dein Eigentum.
EG 321 Nun danket alle Gott
Nun danket alle Gott
mit Herzen, Mund und Händen,
der große Dinge tut
an uns und allen Enden,
der uns von Mutterleib
und Kindesbeinen an
unzählig viel zugut
bis hierher hat getan.
Der ewigreiche Gott
woll uns bei unserm Leben
ein immer fröhlich Herz
und edlen Frieden geben
und uns in seiner Gnad
erhalten fort und forta
und uns aus aller Not
erlösen hier und dort.
Lob, Ehr und Preis sei Gott
dem Vater und dem Sohne
und Gott dem Heilgen Geist
im höchsten Himmelsthrone,
ihm, dem dreiein'gen Gott,
wie es im Anfang war
und ist und bleiben wird
so jetzt und immerdar.
Martin Rinckart 1636
Lied EG 322: Nun danket all und bringet Ehr
Nun danket all und bringet Ehr,
ihr Menschen in der Welt,
dem, dessen Lob der Engel Heer
im Himmel stets vermeld’t.
Ermuntert euch und singt mit Schall
Gott, unserm höchsten Gut,
der seine Wunder überall
und große Dinge tut.
Er gebe uns ein fröhlich Herz,
erfrische Geist und Sinn
und werf all Angst, Frucht, Sorg und Schmerz
ins Meeres Tiefe hin.
Er lasse seinen Frieden ruhn
auf unserm Volk und Land;
er gebe Glück zu unserm Tun
und Heil zu allem Stand.
EG 514 Gottes Geschöpfe, kommt zuhauf
Gottes Geschöpfe, kommt zuhauf! Halleluja,
Laßt brausen hoch zum Himmel auf: Halleluja!
Du Sonne hell mit goldnem Strahl, Halleluja,
Mond leuchtend hoch vom Himmelssaal, Halleluja.
Singt ihm Ehre! Singt ihm Ehre! Halleluja.
Du Sturm, der durch die Welten zieht, Halleluja,
du Wolke, die am Himmel flieht, Halleluja.
Du Sommers junges Morgenrot, Halleluja,
du Abendschein, der prächtig loht, Halleluja.
Singt ihm Ehre! Singt ihm Ehre! Halleluja.
Ihr Wasserbäche, klar und rein, Halleluja,
singt euer Loblied ihm allein, Halleluja.
Du Feuers Flamme auf dem Herd, Halleluja,
daran der Mensch sich wärmt und nährt, Halleluja.
Singt ihm Ehre! Singt ihm Ehre! Halleluja.
Du, Mutter Erde, gut und mild, Halleluja,
daraus uns lauter Segen quillt, Halleluja.
Ihr Blumen bunt, ihr Früchte treu, Halleluja,
die Jahr um Jahr uns reifen neu, Halleluja.
Singt ihm Ehre! Singt ihm Ehre! Halleluja.
Ihr Herzen, drin die Liebe wohnt, Halleluja,
die ihr den Feind verzeihend schont, Halleluja.
Ihr, die ihr traget schweres Leid, Halleluja,
es Gott zu opfern still bereit, Halleluja.
Singt ihm Ehre! Singt ihm Ehre! Halleluja.
Du, der empfängt in letzter Not, Halleluja,
den Odem mein, o Bruder Tod, Halleluja:
Führ Gottes Kinder himmelan, Halleluja,
den Weg, den Jesus ging voran, Halleluja.
Singt ihm Ehre! Singt ihm Ehre! Halleluja.
Ihr Kreaturen, singt im Chor: Halleluja!
Hebt euer Herz zu Gott empor, Halleluja.
Vater und Sohn und Heilgem Geist, Halleluja,
dreieinig, heilig, hochgepreist, Halleluja,
sei die Ehre, sei die Ehre! Halleluja.
(nach dem Sonnengesang des Franz von Assisi)
EG 501 Wie lieblich ist der Maien
Wie lieblich ist der Maien
aus lauter Gottesgüt,
des sich die Menschen freuen,
weil alles grünt und blüht.
Die Tier sieht man jetzt springen
mit Lust auf grüner Weid,
die Vöglein hört man singen,
die loben Gott mit Freud.
Herr, dir sei Lob und Ehre
für solche Gaben dein!
Die Blüt zur Frucht vermehre,
laß sie ersprießlich sein.
Es steht in deinen Händen,
dein Macht und Güt ist groß;
drum wollst du von uns wenden
Mehltau, Frost, Reif und Schloß'.
Mein Arbeit hilf vollbringen
zu Lob dem Namen dein
und laß mir wohl gelingen,
im Geist fruchtbar zu sein;
die Blümlein laß aufgehen
von Tugend mancherlei,
damit ich mög bestehen
und nicht verwerflich sei.
Text: Martin Behm 1606
-
EG 359 In dem Herren freuet euch
In dem Herren freuet euch,
freut euch allewege.
Der am Kreuz den Sieg errang,
der ins Reich der Himmel drang,
ist nah auf eurem Stege.
Kündet eure Lindigkeit
allen Augen, Ohren.
Keiner bannt den Sieger mehr,
Christus mit dem lichten Heer
erscheint schon vor den Toren.
Werft das stolze Sorgen fort,
bittet Gott mit Danken.
Sieh, es leuchtet seine Gnad
über eurem schmalen Pfad,
führt euch durch alle Schranken.
Friede höher als Vernunft,
Licht von höchster Zinne,
wird dir heut und jeder Frist
hüten ganz in Jesus Christ
das Herz und alle Sinne.
Text: Kurt Müller-Osten, 1941
-
Gott, wir preisen deine Wunder
Gott, wir preisen deine Wunder,
die es in der Schöpfung gibt,
und das größte ist darunter,
dass ein Mensch den andern liebt.
So hast du die Welt verschönt
und mit Gnade uns gekrönt.
Nun erhöre unsre Bitte
und mach dein Versprechen wahr:
Segne Anfang, Ziel und Mitte
auch an diesem Ehepaar.
Sei du selber früh und spät
Schutz und Schirm, der mit ihm geht.
Gib, dass sie sich glücklich machen
und vertrauen, Frau und Mann,
dass im Weinen und im Lachen
ihre Liebe reifen kann
und auch in Enttäuschung nicht
die versprochne Treue bricht.
Dass die Herzen nicht ersterben,
mach sie füreinander wach;
lass sie täglich um sich werben
und sich finden hundertfach.
Einer, so will's dein Gebot,
sei des andern täglich Brot.
Lass sie mehr und mehr dem gleichen,
der dein Bild ist: Jesus Christ,
immer neu die Hand sich reichen,
weil du lauter Hoffnung bist.
Guter Gott, verlass sie nie,
trage und vollende sie.
Text: Detlev Block 1978
Melodie: Gott des Himmels und der Erden (EG 445)
-
Gott, unser Festtag ist gekommen
Gott, unser Festtag ist gekommen.
Er sei mit allem, was er bringt,
aus deiner guten Hand genommen,
weil ohne dich kein Glück gelingt.
Wir preisen dich, dass du das Fest
der Liebe uns erfahren lässt.
Gott, lass uns füreinander leben,
den andern lieben, wie du liebst,
und mach uns fähig, zu vergeben,
wie du uns täglich neu vergibst.
Sei du der Maßstab und der Halt
und gib dem Wollen auch Gestalt.
Wir möchten uns zu zweit entdecken
mit Licht und Schatten, Ja und Nein,
zu guten Tagen uns erwecken
und auch für andre offen sein.
Teil gnädig deinen Segen aus
und fördere Beruf und Haus.
Weil wir uns nicht allein gehören,
mach uns für deinen Ruf bereit.
Gib, dass wir dich im Nächsten ehren,
das Ewige schon in der Zeit.
So leben wir zu deinem Ruhm
als dein geliebtes Eigentum.
Zuletzt lass uns das Ziel erreichen
und die Vollendung, die du schenkst,
das Ziel, dem keine Ziele gleichen,
an dem du selber uns empfängst.
So loben wir dich hocherfreut
jetzt und in alle Ewigkeit.
Text: Detlev Block 1978/1992
Melodie: O dass ich tausend Zungen hätte (EG 330)
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Dank sei dir, Gott der Freude
Dank sei dir, Gott der Freude,
an unserm Hochzeitsfest.
Dank sei dir, dass du heute
uns fröhlich feiern lässt.
Du willst uns glücklich sehen,
in Liebe treu vereint.
Hilf uns die Wege gehen,
wo deine Sonne scheint.
- Dank sei dir, lieber Vater,
dass du auch in der Not
bist Helfer und Berater,
wenn Unheil uns bedroht.
Herr, gib uns deinen Segen
und Frieden zum Geleit.
Führ uns dem Ziel entgegen,
bleib bei uns allezeit.
Text: Friedrich Hofmann 1982
Melodie: Lob Gott getrost mit Singen (EG 243)
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