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Rückblicke
Wer singt denn da?
Die Vorweihnachtszeit hatte schon immer etwas
Geheimnisvolles, aber in diesem Jahr gab es noch mehr zu
entdecken.
Vielfach lag der Duft von Glühwein und der Klang
von Advents- und Weihnachtsliedern in der Luft, immer so
kurz nach 17 Uhr. Was war nur los? Und warum stehen da so
viele Leute im Garten? Es war die Zeit des
Lebendigen Adventskalenders. Immer um Fünf traf man sich reihum bei
verschiedenen Familien, dem Gemeindebüro, der Bücherei, dem
Jugendzentrum Turm oder an der Wichernkirche, um gemeinsam
etwas Ruhe in die hektische Vorweihnachtszeit einziehen zu
lassen. Es wurde gesungen und musiziert, es wurden Gedichte
und Geschichten gelesen oder erzählt mit Bekannten und
Unbekannten, eben mit der Gemeinde. So verschieden diese
ist, so verschieden waren die dekorierten Fenster. Sie
hatten nur eines gemeinsam, irgendwo gab es die Zahl für den
Tag, an dem die Gemeinde sich vor diesem Fenster
versammelte.
Es war schön, so durch die Gemeinde zu kommen,
zu immer wieder anderen Menschen, immer wieder neugierig und
voller Erwartung, wie es heute wohl sein wird. Was werden
wir hören? Wer wird heute zu mir kommen? Voller Erwartung -
auch der Erwartung von Weihnachten.
Vielen Familien und vor
allem auch den Kindern, hat es so gut gefallen, dass
bestimmt auch in diesem Jahr wieder der Duft von Glühwein,
Tee und Kinderpunsch genau so durch unsere Gemeinde ziehen
wird, wie auch die Menschen, die sich auf den Lebendigen
Adventskalender freuen.
Matthias Rahm
Ein Wintergruppenerlebnis
Wir sind eine Gruppe des Vereins
Christlicher Pfadfinder (VCP) Stamm Johann Hinrich Wichern.
Genauer gesagt, sind wir Wölflinge und heißen Meute I. Unser
Durchschnittsalter liegt bei etwa 12 Jahren. Die meisten von
uns sind seit vier Jahren bei den Pfadfindern. Insgesamt
sind wir zwei Mädchen und acht Jungs. Im Januar haben wir
einen so genannten Haijk (mehrtägige Wanderung) mit einer
Länge von weit über 20 km von Schöppenstedt am Südrand des
Elms über Kneitlingen, das Reitlingstal und Langeleben nach
Königslutter gemacht. Mitten im dunklen Wald haben wir
unser Zelt, eine Kothe, bei Sturm aufgebaut. Die Nacht war
das reinste Chaos.
Wir mussten uns zu neunt in ein Zelt für
maximal acht Leute zwängen. Nachdem wir am zweiten Tag unser
Zelt abgebaut hatten, frühstückten wir und gingen Richtung
Reitlingstal. Dort fragten wir in einem Gasthaus nach Wasser
und kochten später dann damit unser Mittagessen. Als wir
weitergingen, lotsten unsere Gruppenleiter uns sehr
geschickt auf einige Umwege. Auf dem Weg nach Langeleben
half uns ein Jogger, und in der Nähe eines Sendemasten
trafen wir die Wanderer vom Morgen wieder. Außer dem
ständigen Sturm regnete es oft.
Am Abend übernachteten wir
in einem Tagesraum des Falkenheims Langeleben. Nachdem wir
gemeinsam unser letztes Brot geteilt hatten, machten wir
noch eine Nachtwanderung. In kleinen Gruppen merkten wir
schnell, dass man sich in der Nacht nicht auf seine Augen
verlassen kann. Sinne wie das Hören, Riechen und Fühlen
wurden trainiert. Am anderen Morgen wanderten wir Richtung
Norden bis zum Bahnhof von Königslutter, von wo aus wir alle
zusammen zurück nach Lehndorf fuhren. Das Wochenende hat uns
sehr viel Freude bereitet, und vielleicht haben wir damit ja
etwas Neues in die Wölflingsstufe unseres Stammes
eingeführt. Nun warten wir sehnsüchtig auf die kommenden
Aktionen 2005!
Gut Pfad, die Meute I
Adventszeit im Geschwister-Sperling-Kindergarten
"Weihnacht
was bist du? Bist du Hoffnung der Welt, oder bist du einfach
das ganz große Geld?" fragt Rolf Zuckowski in einem
Kinderlied.

Die Adventszeit ist etwas ganz Besonderes. So
machten wir uns auch im letzten Dezember mit unseren Kindern
erneut auf die Suche nach Weihnachten. Wer auf der Suche
ist, muss sich auf den Weg vorbereiten. Wir räumten unseren
Kindergarten erst mal auf und schafften Platz für Neues. Die
Dekorationen wurden von Eltern und Mitarbeiterinnen
liebevoll angebracht, um eine entsprechende Atmosphäre zu
gestalten. In der Halle standen ein Weihnachtsbaum und die
Krippe. Davor ein Sternenkreis auf der Erde, der zum
Verweilen herausfordern sollte. Jeden Montag hatten wir hier
unseren gruppenübergreifenden Morgenkreis.
Zusätzlich luden
wir, zweimal pro Woche, die Kinder zum Adventssingen vorm
Weihnachtsbaum ein. Die Adventskerzen verdeutlichten den
Kindern die Zeit. Beim Lichtertanz konzentrierten sich die
Kinder auf die Kerze, mit der sie auf dem Sternenkreis
entlang gingen. Die Kinder wurden ruhig und schienen ganz in
sich versunken. Die "Stille Stunde" ließ die Kinder eine
Zeit erfahren, in der sich alle mit einer ruhigeren Sache
beschäftigten. Das Basteln, Aufbauen der Krippe u.a. konnten
so intensiv genutzt werden. Ab und zu gab es ein
"Knusperfrühstück". Andere Kinder schlüpften in die Rolle
von Weihnachtswichteln.
Weihnacht was bist du? Wir hoffen
sehr, dass unsere Kinder Antworten gefunden haben und sich
mit uns im nächsten Jahr aufs Neue auf die Suche begeben
werden.
Ricarda Gellrich, Kindergartenleiterin
Der Kirchenvorstand nahm sich am 22./23. Januar ein
Wochenende Zeit und ging in das Kloster St. Ludgerus in
Helmstedt in Klausur. Nach kreativer Beschäftigung mit einem
Bibeltext (Lk 22, 31-34) standen intensive Planungen für
2005 im Mittelpunkt.
Fotos: Günzel Schmidt
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