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Weihnachten 2004 ist für die allermeisten Menschen ein
Weihnachten ohne dreizehntes Monatsgehalt, und für nicht
wenige von uns ist das eine neue Erfahrung.
Der zwölfte
Monat war immer ein besonderer. Da war Geld, das die meisten
eben nicht bis zum letzten Cent verplant hatten. Man konnte
sich leisten, in die verführerische, glitzernde Welt des
Konsums einzutauchen und das eine oder andere zu kaufen.
Dinge, die man nicht unbedingt braucht, die aber doch schön
sind. Das meiste davon fand seinen Platz unter dem
Weihnachtsbaum, war Vorbereitung für den Höhepunkt des
Festes, die Bescherung. Weihnachten ohne dreizehntes
Monatsgehalt wird für den Einzelhandel ganz sicherlich ein
böses Erwachen, aber ich glaube, das gilt nicht für die
Menschen.
Weihnachten ist ein Fest, dem ein Zauber
innewohnt, den man nicht kaufen kann.
Das Licht der Kerzen,
der Duft des Baumes, das gemeinsame Essen, der Gottesdienst
mit der Weihnachtsgeschichte und den Liedern, all das kostet
nicht viel. Und die Liebe Gottes, die uns in Jesus begegnet,
auch die wird uns geschenkt. Vielleicht liegt hier der
Ursprung des Zaubers von Weihnachten, dass sich jeder von
uns als wertvolles, geliebtes Geschöpf Gottes fühlen darf,
weil Jesus auch für uns geboren wurde.
Sicherlich kann man
sich vorstellen, dass auch schon in der Weihnachtsgeschichte
Geschenke eine Rolle spielten. Vielleicht gaben die Hirten
dem frierenden Kind eines ihrer wärmenden Schafsfelle.
Nichts Großes und doch von unschätzbarem Wert, weil es
wirklich gebraucht wurde und weil das Gefühl der umsorgenden
Liebe des Schenkenden für den Beschenkten erkennbar wurde.
Ich wünsche Ihnen ein Weihnachten, in dem etwas von der
Liebe Gottes in Ihrer Familie, in Ihrem Freundeskreis
spürbar wird.
Ich wünsche Ihnen auch ein kleines, mit Liebe
ausgesuchtes Geschenk unter dem Tannenbaum, das die Kraft in
sich trägt, Ihre Seele zu wärmen, wie das Fell das Kind in
der Krippe wärmte.
Und ich wünsche Ihnen die innere
Freiheit, wie die Hirten etwas für Menschen zu geben, die
wirkliche Not leiden.
Ihr Markus Fay-Fürst
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