Das Wichernkreuz, Symbol der Wicherngemeinde

Wichern aktuell 5/2004

Das Wichernkreuz, Symbol der Wicherngemeinde


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Liebe Leserinnen, liebe Leser:

Liebe kostet nicht viel.

Passbild Pastor Fay-Fürst Weihnachten 2004 ist für die allermeisten Menschen ein Weihnachten ohne dreizehntes Monatsgehalt, und für nicht wenige von uns ist das eine neue Erfahrung. 

Der zwölfte Monat war immer ein besonderer. Da war Geld, das die meisten eben nicht bis zum letzten Cent verplant hatten. Man konnte sich leisten, in die verführerische, glitzernde Welt des Konsums einzutauchen und das eine oder andere zu kaufen. Dinge, die man nicht unbedingt braucht, die aber doch schön sind. Das meiste davon fand seinen Platz unter dem Weihnachtsbaum, war Vorbereitung für den Höhepunkt des Festes, die Bescherung. Weihnachten ohne dreizehntes Monatsgehalt wird für den Einzelhandel ganz sicherlich ein böses Erwachen, aber ich glaube, das gilt nicht für die Menschen. 

Weihnachten ist ein Fest, dem ein Zauber innewohnt, den man nicht kaufen kann. 

Das Licht der Kerzen, der Duft des Baumes, das gemeinsame Essen, der Gottesdienst mit der Weihnachtsgeschichte und den Liedern, all das kostet nicht viel. Und die Liebe Gottes, die uns in Jesus begegnet, auch die wird uns geschenkt. Vielleicht liegt hier der Ursprung des Zaubers von Weihnachten, dass sich jeder von uns als wertvolles, geliebtes Geschöpf Gottes fühlen darf, weil Jesus auch für uns geboren wurde. 

Sicherlich kann man sich vorstellen, dass auch schon in der Weihnachtsgeschichte Geschenke eine Rolle spielten. Vielleicht gaben die Hirten dem frierenden Kind eines ihrer wärmenden Schafsfelle. Nichts Großes und doch von unschätzbarem Wert, weil es wirklich gebraucht wurde und weil das Gefühl der umsorgenden Liebe des Schenkenden für den Beschenkten erkennbar wurde. 

Ich wünsche Ihnen ein Weihnachten, in dem etwas von der Liebe Gottes in Ihrer Familie, in Ihrem Freundeskreis spürbar wird. 

Ich wünsche Ihnen auch ein kleines, mit Liebe ausgesuchtes Geschenk unter dem Tannenbaum, das die Kraft in sich trägt, Ihre Seele zu wärmen, wie das Fell das Kind in der Krippe wärmte. 

Und ich wünsche Ihnen die innere Freiheit, wie die Hirten etwas für Menschen zu geben, die wirkliche Not leiden. 

Ihr Markus Fay-Fürst

 
 
 

Matthias Rahm zurück zu WA 5/2004 Stand: 02.12.2004 Impressum: Wichern aktuell Impressum