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Das besondere Thema
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In der Wicherngemeinde gehört der Tod zum Leben!
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- Bei uns kann man zu Hause sterben -
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Liebe Gemeindemitglieder,
die Überschrift beschreibt ein Ziel, das wir in
unserer Gemeinde gerne erreichen möchten. Die vorherrschende Realität, die ich
regelmäßig erlebe, ist eine andere. Wenn ich vom Sterben eines Menschen in der
Gemeinde erfahre, dann ist alles schon geschehen. Der Mensch ist gestorben,
eingesargt und vom Beerdigungsunternehmen abgeholt worden. In den Gesprächen mit
den Hinterbliebenen höre ich oft, dass sie von dem nahen Ende wussten, es aber
nie zum Thema zwischen dem Sterbenden und ihnen wurde, wahrscheinlich aus der
gegenseitigen Rücksichtnahme, den anderen nicht zu sehr zu belasten.
Leider
konnte dann vieles, was zum gegenseitigen Abschiednehmen dazu gehört, auch nicht
ausgesprochen werden. Die Chance zu den letzten Worten des Dankes, des
Vergebens, des miteinander Aussprechens verstreicht ungenutzt und kehrt nicht
wieder. Um das Wort "Sterben" gegenüber einem schwerkranken Menschen
auszusprechen, braucht man Mut und Unterstützung. Das Gleiche gilt auch für das
Vorhaben, dem Kranken zu ermöglichen, zu Hause zu sterben. Auch hier braucht man
Unterstützung von anderen. Sonst passiert es immer wieder, dass die Angst und
die Verantwortung beim Nahen des Todes für den Einzelnen zu groß wird und dann
doch noch der Notarzt gerufen wird. In diesem Fall ist der Ablauf des
Wiederbelebens, des Krankenhausaufenthaltes und des Sterbens dort kaum
aufzuhalten.
Leider ist es so, dass die Familienmitglieder in der Zeit vor dem
Tod eines lieben Menschen mit allem allein dastehen, und das gilt auch häufig
für die Zeit nach der Trauerfeier. Hier möchten wir etwas ändern und folgende
Punkte könnten dabei hilfreich sein:
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Wenn in Ihrer Familie jemand sterbenskrank
ist, dürfen und sollten Sie Kontakt mit Ihrem Pfarrer aufnehmen. Wir können Sie
begleiten und unterstützen, so dass auch der nahe Abschied zum Thema des
gemeinsamen Gespräches mit dem Sterbenden werden kann. Ein Abendmahl zu Hause
und vieles mehr ist möglich. Vielleicht haben Sie aber auch nur eine Frage, die
Sie klären möchten. Rufen Sie uns an, wir sind für Sie da.
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Wir möchten gerne in
der Zusammenarbeit mit dem Hospizverein ein Netz von Sterbebegleitern und
Sterbebegleiterinnen für unsere Gemeinde aufbauen, die die Familien bei der
Begleitung des Sterbenden unterstützen können.
Wir bitten alle Interessierten,
die sich eine solchen Mitarbeit vorstellen können, sich bei uns zu melden.
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Wir
möchten, dass der Akt des Abschiednehmens, die Trauerfeier, auch in unserer
Gemeinde stattfinden kann. Deswegen hat der Kirchenvorstand beschlossen, dass
Trauerfeiern für Gemeindemitglieder in unserer Kirche (Sulzbacher Str. 41)
möglich sind.
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Ab Januar 2004 wird im Wichernhaus ein Trauerseminar angeboten.
(Siehe dazu Kasten unten)
Der Tod gehört zum Leben. Unser Glaube, dass Gott
unser Leben und unseren Tod in seinen Händen hält, kann uns die Kraft geben, den
Tod nicht zu verdrängen. Das wäre gefährlich, denn da, wo der Tod keinen Platz
mehr in den Gedanken der Menschen und dem täglichen Leben des Stadtteiles
findet, da verliert auch das Leben etwas von seinem wertvollen Glanz.
Ihr Markus
Fay-Fürst
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Weites Land am Meer, Küstenlandschaft bei Kappeln
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Trauerwege als Lebenswege gemeinsam gehen
Wer Abschied nehmen muss von einem nahen Angehörigen, der erlebt, wie schwer
sich unsere Mitmenschen tun, mit Trauernden umzugehen. Während wir mit frohen
Themen jederzeit auf Gesprächspartner treffen, fühlen sich Menschen in Trauer
oft allein gelassen.
Trauer macht einsam. Sie wird unterdrückt bzw. nur zu Hause
im stillen Kämmerchen gelebt und durchlitten. Trauer ist keine Krankheit. Im
Gegenteil; nicht gelebte Trauer macht krank.
Gemeinsam mit anderen Trauernden
wollen wir in einer kleinen Gruppe Seele und Körper im Trauerprozess
unterstützen. Wir werden miteinander einen Weg gehen, um unsere Lebensfreude
wiederzufinden. An zehn Vormittagen soll Raum und Zeit sein, Trauerwege als
Lebenswege gemeinsam zu gehen.
| Leitung |
Barbara Imfeld-Pinkepank, Diakonin und Trauerbegleiterin,
Pfarrer Markus Fay-Fürst,
Bettina Schiedung. |
| Ort |
Wichernhaus |
| Termine |
Jahr 2004: 29.01, 12.02, 4.03, 18.03, 1.04, 15.04, 13.05, 10.06, 24.06,
dazu kommt ein Vorgespräch nach Absprache |
| Zeit |
10:00 bis 13:00 |
| Kosten |
25 Euro für den gesamten Kurs |
| Informationen |
Barbara Imfeld Pinkepank,
Am Atzumer Weg 18,
38300 Wolfenbüttel, Tel: 05331 90 60 25
Markus Fay-Fürst,
Sulzbacherstr. 41, 38116 Braunschweig, Tel.:0531/54592 |
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