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Weltkirchenrat warnt vor den Gefahren eines militärischen Angriffs auf den Irak

Der Weltkirchenrat in Genf zeigte sich bei seiner Zentralausschusssitzung sehr besorgt wegen der Gefahren eines militärischen Angriffs auf den Irak. In einer Erklärung in Genf erinnerte er an die Worte der Ersten Vollversammlung des OeRK (1948): "Der Krieg als Mittel der Beilegung von Streitigkeiten ist unvereinbar mit der Lehre und dem Vorbild unseres Herrn Jesus Christus. Die Rolle, die der Krieg im heutigen internationalen Leben spielt, ist Sünde wider Gott und eine Entwürdigung des Menschen." Er wiederholte seine Überzeugung, dass "unter der Herrschaft Gottes kein Staat und keine Gruppe von Staaten das Recht (hat), gegen andere Rache zu üben. Ferner hat kein Staat das Recht, einseitige Urteile zu fällen oder einseitige Maßnahmen zu ergreifen, die zur Zerstörung eines anderen Landes führen und Leid und Verelendung für dessen Bevölkerung bedeuten (Zentralausschuss des OeRK, Potsdam 2001). 

Der OeRK ruft die gegenwärtige Regierung der USA auf, sich aller militärischen Drohungen gegen den Irak und der weiteren Planung militärischer Angriffe auf das Land zu enthalten. Die internationale Gemeinschaft wird gebeten, an den völkerrechtlichen Normen festzuhalten. Dem Druck zur Beteiligung an militärischen Präventivschlägen gegen ein souveränes Land unter dem Vorwand des "Krieges gegen den Terrorismus" solle sie sich widersetzen. Stattdessen gelte es einzutreten für die Einhaltung der Irak-Resolutionen des UN-Sicherheitsrates durch nicht-militärische Mittel. Von der irakischen Regierung verlangt der Weltkirchenrat, die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates einzuhalten, darunter auch die Forderungen, alle Massenvernichtungswaffen und die dazugehörigen Forschungs- und Produktionsanlagen zu zerstören, mit den zur Kontrolle der Einhaltung stationierten UN-Inspektoren zusammenzuarbeiten und die Achtung der bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte aller ihrer Bürger und Bürgerinnen sicherzustellen. 

Aus: Oekumenischer Informationsdienst 3 / 2002 

 

 

Ökumenischer Kirchentag

Wenn Sie am 1. ökumenischen Kirchentag in Berlin teilnehmen wollen - er wird bestimmt spannend und gibt Ihnen viele Anregungen -, sollten Sie jetzt schon planen. Er findet vom 28. Mai bis 1. Juni 2003 in Berlin unter dem Motto "Ihr sollt ein Segen sein" statt. 

Sie können sich im Internet unter www.oekt.de oder über die Servicenummer 030/234 55 55 5 oder Ökumenischer Kirchentag Berlin 2003, Postfach 028872, 10131 Berlin, Info-Material schicken lassen und anmelden. 
Unsere Gemeinde wird nicht als Gruppe fahren, aber Einzelne könnten sich vorher treffen und absprechen. 

Detlef Quandt

 
 
 
 Matthias Rahm  Stand: 04.12.2002