Eine kleine Gruppe in
unserer Gemeinde hat im Laufe von 30 Jahren 25
Entwicklungshilfe-Projekte unterstützt, die wir immer in
Wichern aktuell vorstellen. In diesem Jahr wollen wir drei
Projekte fördern. Vielleicht ist für Sie ein Projekt dabei,
das Sie unterstützen möchten.
1. Projekt: UGANDA
Nachdem
1994 der Doktorand der Chemie John Katanga in Südafrika
starb, wurde seine völlig mittellose Witwe mit ihren vier
Töchtern, damals zwischen 9 und 2 Jahren, sofort in ihr
Heimatland Uganda ausgewiesen, wo den Fünfen bis 1998 immer
wieder bei verschiedenen Verwandtenfamilien getrennt
Unterschlupf gewährt wurde. "Eine gemeinsame Unterkunft und
ein bisschen Bildung für meine Kinder", war der verzweifelte
Hilferuf der Mutter. (Ich hatte die noch vollständige
Familie in Südafrika kennen gelernt.)
Familie Katanga.
Maria ist die Zweite von rechts.
Mit der Unterstützung
einer Reihe von Gemeindemitgliedern und Freunden konnten wir
die Mittel für zwei einfache Räume aufbringen, und für zwei
Jahre übernahm die Gruppe Entwicklungshilfe das Schulgeld
für die älteste Tochter Maria. Auch an dieser Stelle möchte
ich nochmals den herzlichen Dank aus den Briefen der
Familie Katanga weitergeben! Nun ist Maria aufgrund ihrer
guten Leistungen der Besuch der Oberstufe zu einer
naturwissenschaftlichen Ausbildung genehmigt worden, und sie
bangt um die Finanzierung. Lesen Sie ihren Brief (mit Foto
und Zeugnissen) unter Wichern/EineWelt im Internet! Wieder
hat die Gemeinschaftsaktion Entwicklungshilfe beschlossen,
das Schulgeld für ein Jahr zu finanzieren. Danke!
Nun hoffe
ich, dass wir mit Ihrer Hilfe auch das zweite Jahr noch über
die Runden bringen und dass vielleicht auch noch ein
bisschen Taschengeld für Maria und Unterstützung für die
übrige Familie abfällt. Bitte, helfen Sie mit!
Familie Anne
Matzke
2. Projekt: MEXIKO
Architekturstudenten der
Technischen Universität Berlin fahren nun schon das 5. Mal
nach Mexiko, um dort drei Monate lang in abgelegenen
IndioGemeinden mit Dorfbewohnern, die meistens unter der
Armutsgrenze leben, Selbsthilfeprojekte zu unterstützen. In
einem Vorbereitungskurs lernen die Studenten mit
mexikanischen Baumaterialien, z.B. Lehm, zu bauen, um
Gemeinschaftshäuser, Dachziegelwerkstätten oder
Schulungszentren mit den Einheimischen zu bauen. Das
Kennenlernen einer anderen Kultur, die praktische
Bauerfahrung und der Kontakt mit Menschen, die sich aus
ärmlichsten Verhältnissen herausarbeiten wollen, sind
unschätzbare Erfahrungen. Martin Neander, ein Student, der
früher zu unserer Gemeinde gehörte, hatte das Glück, diese
Erfahrungen zu machen. Weitere Studenten brauchen unsere
Unterstützung.
Detlef Quandt
3. Projekt: TANZANIA
Hier geht es um die
solare Stromversorgung für ein Tagungszentrum, ein
Waisenhaus und das Bischofshaus mit Verwaltungsbüros in
Rulenge. Kritiker unserer Sonnenstromanlage haben
eingewandt, bei uns lohne sich das nicht, weil die Sonne
nicht lange genug scheine. Sie haben ja Recht, wenn wir es
z.B. mit Tanzania vergleichen. Unser ausgewähltes Projekt
zeigt die Vorteile von Sonnenstrom. Die Sonne steht
kostenlos als Energiequelle zur Verfügung, wir müssen nur
die Technik für die Umwandlung in Strom bezahlen. Sie ist
umweltfreundlich, die Nutzung erfolgt dezentral, unabhängig
von großen Kraftwerken, und steht unbegrenzt zur Verfügung.
Sie löst die Abhängigkeit von Öl und Gas. Fachleute und
Handwerker sind vor Ort, die die Siemens-Module
installieren. Vielleicht überzeugt dieses Projekt manchen
bisherigen Skeptiker.

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