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Beim Frühstückstreff der Kontaktstelle der evangelischen
Kirche für Erwerbslose beginnen die Gruppenmitglieder, den
Tisch zu decken. Von der Zubereitung bis zum Abwasch gibt es
für jeden etwas zu tun. Wer nicht mitmacht, muss sich schon
einmal einen lockeren Spruch gefallen lassen.
Ein Arbeitsloser:
"Meine Kollegen von früher treffe ich nicht mehr. Die haben
doch ganz andere Themen, allein schon, wenn es um Autos oder
Computer geht. Ich kann mir keins von beidem leisten. Wozu
auch? Mit 54 Jahren finde ich eh keine Arbeit mehr, und ich
bin immer ganz gern mit dem Bus gefahren. Trotzdem bin ich
doch ein vollwertiger Mensch, oder? Wenn ich die Gespräche
verfolge, bei denen sich alles nur um die neuesten
Anschaffungen und teure Unternehmungen dreht, könnte ich
manchmal daran zweifeln. Du gehörst einfach nicht dazu, wenn
du kein Geld hast."
Ich habe nur noch "Freizeit"
Natürlich
kann ich mir keine Urlaubsreise leisten", sagt eine 40-
jährige Frau. "Etwas Geld spare ich immer, um meinem Sohn
eine Jugendfreizeit zu ermöglichen, da braucht er ja auch
Taschengeld. Er hat sowieso immer weniger mit als die
anderen. Aber es ist nicht nur das Geld. Ich sage mir: Wovon
soll ich mich erholen? Von den vielen Bewerbungen,
Behördengängen, der Jagd nach den Sonderangeboten in
Lebensmittelmärkten? Das ist ja nicht einmal in meinen Augen
richtige Arbeit. Obwohl ich mich oft richtig erschöpft
fühle."
Durch den Erwerbslosentreff habe ich wieder mehr Schwung
bekommen.
So oder ähnlich äußern sich Erwerbslose, die in die
Gruppe und zur Beratung kommen. Wir
- ermutigen
- bieten Gemeinschaft an
- beraten.
"Früher war ich viel unterwegs, mal hat man sich mit
Kollegen verabredet, mal privat. Ein Bummel, eine
Besichtigung - und natürlich ging man hinterher gemeinsam
etwas essen. Das könnte ich mir jetzt gar nicht mehr
leisten. Ich bin viel allein, manchmal rede ich tagelang mit
niemandem. Obwohl ich mehr Zeit hätte, die Stadt zu
entdecken oder mal ein Museum zu besuchen, ist mir seltener
danach zumute. Allein macht das keinen Spaß. Durch den
Erwerbslosentreff habe ich wieder mehr Schwung bekommen.
Wenn die Gruppe Ausflüge oder Besichtigungen plant, gehe ich
immer mit. Das bringt mich auf andere Gedanken und ich
bekomme wieder Lust, etwas zu unternehmen."
Aktion
Brückenbau - der Name ist Programm. Wir schaffen
Verbindungen, unterstützen und beraten. Wir stehen zum
Gespräch zur Verfügung, nicht nur bei Problemen.
Sind Sie
neugierig geworden? Sprechen Sie uns an!
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