|
|
Zehn An-Gebote zum Erntedank
|
- Ernten-Können und Satt-Werden sind Schöpfungsgeschenke. So feiern wir
Erntedank und suchen nach seiner Bedeutung für unser Alltagsleben.
- Dass wir zu essen haben, verdanke wir der Arbeit von Bäuerinnen und
Bauern. Dafür gebührt ihnen - mehr als bisher - Beachtung und
Gerechtigkeit.
-
Bauern können dauerhaft gesunde
Lebensmittel umweltverträglich
erzeugen. Dazu gehört, dass uns unsere
Nahrung wieder kostbar wird und wir
ehrliche Preise zahlen.
-
Die Fruchtbarkeit des Bodens ist
Aufgabe und Verpflichtung für
Stadt und Land. Sie dauerhaft zu erhalten
und zu fördern, ist verantwortlicher
Dienst an der Schöpfung.
-
Pflanzen, Tiere und Menschen
brauchen reine Luft und sauberes
Wasser. Wie wir produzieren und konsumieren,
entscheidet über den Zustand dieser Elemente.
-
Das Leben neben und nach uns
bedarf der Fürsorge. Unser
Schöpfungsverständnis erfordert den Verzicht
auf Gentechnlk in der Landwirtschaft und
auf Patentierung von Leben.
-
Gelebte Gerechtigkeit beginnt
beim Teilen, beim Teilhaben an
Land, Saatgut und Wasser, an Arbeit und
Löhnen. Reichtum, Armut und Hunger
sind nicht gottgegeben.
-
Tiere gehören zu einer vielseitigen
Landwirtschaft. Bei unserem Einkauf entscheiden wir darüber mit, ob diese
Geschöpfe art- und tiergerecht oder
industriell gehalten werden.
-
Wir können lebendige Dörfer inmitten
gepflegter Kulturlandschaften
fördern. So gilt unsere Vorliebe unverfälschten Lebensmitteln, die regional
erzeugt und verarbeitet sind.
-
Für das Bebauen und Bewahren der guten Erde brauchen
wir Arbeitsplätze gegen Landflucht,
Bauernhöfe statt Agrarfabriken, Regionalität
vor Welthandel, Stadt wie Land, Mitbestimmung und Begegnung.
|
|
|