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Zitat aus der Botschaft des Zentralausschusses: "Wir sind der festen Überzeugung, dass die Kirchen aufgerufen sind,
vor der Welt ein klares Zeugnis abzulegen von Frieden, Versöhnung und Gewaltlosigkeit, die auf Gerechtigkeit gründet."
Damit sind die Kirchen weltweit aufgefordert, sich der allgegenwärtigen Gewaltstrukturen und auch der Möglichkeiten
ihrer Überwindung bewusst zu werden.
Das klingt gut, ist aber auch weit weg - auf so einen Aufruf kann man sich leicht einlassen
("Gut, dass wir mal drüber geredet haben"), aber er verändert ja noch nichts.
Was also passiert bei uns, in unserer Stadt, in unseren Gemeinden?
Stichwort: "Peace to the City": Als erste deutsche Stadt ist Braunschweig Teil eines Netzwerkes zur Überwindung von
Gewalt, das das Ziel hat, Zeichen des Protestes und Widerstandes gegen alle Formen von Gewalt zu setzen und daran zu
arbeiten, Gewaltstrukturen bewusst zu machen und an ihrer Überwindung mitzuwirken.
Viele kleine Schritte sind dazu nötig, zum Beispiel "Schritte gegen Tritte" - inzwischen nicht nur den Schülerinnen
und Schülern verschiedener Braunschweiger Schulen ein Begriff, sondern auch den LÖW-Konfirmandinnen und -Konfirmanden.
Das Projekt ist Teil unseres Unterrichtskonzeptes und hat das Ziel, auch den Kindern unserer drei Gemeinden
Gewaltstrukturen, die sie ja selbst auch erleben, bewusst zu machen. Dabei bleiben wir aber nicht stehen:
Am Beispiel südafrikanischer und deutscher Jugendlicher werden Reaktionsmöglichkeiten aufgezeigt und selbst durchgespielt.
Unsere Hoffnung ist, dass unsere Konfirmanden und Konfirmandinnen mit ihren Gewalterfahrungen besser umzugehen
lernen und Handlungsalternativen entdecken, die einen gewaltfreien Weg des Miteinanders möglich werden lassen.
Wenn Konfis sich mit einem solchen Projekt beschäftigen, liegt es auf der Hand, dass ein solches Wochenende mit
einem Gottesdienst endet.
Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind.
Christoph Berger, Pfarrer in Ölper
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