Ein seit etwa 20 Jahren bestehendes Wichern-Projekt steht vor dem Ende.
Es geht
um die Besuchsgruppe für die Justizvollzugsanstalt, die Pastor Padel seinerzeit
ins Leben gerufen hat.
Nachdem zum Jahresende einige Ehrenamtliche nach
jahrelanger engagierter Mitarbeit ausgeschieden sind, ist die Gruppe nun so
geschrumpft, dass der Besuch von Häftlingen langfristig nicht mehr möglich sein
wird.
Wir möchten auf diesem Weg für neue Interessenten werben. Wer sich
vorstellen kann, einmal monatlich an einem Samstagnachmittag für zwei Stunden
Menschen mit Gesprächen bei Kaffee und Kuchen aus ihrer nicht vorstellbaren
Isolation herauszuholen, möge sich doch bitte melden.
Die JVA Braunschweig ist
ein Untersuchungsgefängnis, in dem Häftlinge in der Regel für die Dauer der
Ermittlungen bis zur Gerichtsverhandlung untergebracht sind; das heißt, ob und
wie schuldig diese Menschen sind, steht noch gar nicht fest. Um die Ermittlungen
nicht zu verdunkeln, gelten andererseits schärfere Umgangsbedingungen als im
normalen Strafvollzug (zum Beispiel Besuch von Angehörigen einmal 14-tägig eine
halbe Stunde).
Wir vertreten die Auffassung, dass aus christlicher Sicht diesen
Mitgliedern unserer Gesellschaft ein Mindestmaß an Mitmenschlichkeit zugestanden
werden sollte. Das kann mal für eine kurze Zeit ein offenes Ohr für Probleme und
Sorgen sein.
Vielleicht denken Sie auch so. Dann melden Sie sich bitte bei Herrn
Pfarrer Schmidt (Tel. 51 32 70) oder im Wichernbüro (Tel. 5 45 94 oder 5 17 62).
Oder vielleicht kennen Sie jemanden in Ihrem persönlichen Umfeld, der Interesse
an unserer Aufgabe haben könnte?
Gisela Buß, Angelika Frank, Barbara Hoehne
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