"Ich freue mich auf das neue
Konfirmanden - Unterrichtsmodell"
Interview mit der neuen Diakonin Jana Körner
Diakonin Jana Körner, 26 Jahre alt, noch nicht verheiratet
(O-Ton Jana Körner), wohnt in Betrum (zwischen Braunschweig
und Hildesheim)
Frau Körner, herzlich willkommen in unserer Gemeinde -
besser, in unseren LÖW-Gemeinden. Wie kamen Sie darauf,
Diakonin zu werden?
Ich bin da so reingewachsen. Groß geworden bin ich in einem
christlichen Elternhaus. Natürlich bin ich regelmäßig in den
Kindergottesdienst gegangen. Und als ich dann im
Konfirmandenunterricht war, merkte die Pastorin, dass ich
Interesse an unserer Gemeindearbeit hatte.
In welcher Gemeinde war das?
In Langelsheim. Da komme ich auch her. Und so fing ich an,
im Kindergottesdienst mitzumachen. Bald kam eine neue
Diakonin in die Gemeinde. Mit ihr und dem Pfarrer habe ich
sechs Jahre ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit mit
geholfen. Die Diakonin hat ich sehr geprägt in der Arbeit.
Und schließlich wurde mir immer klarer, ich will auch
Diakonin werden.
Und wie ging es weiter?
Ich habe ein halbes Jahr Praktikum in einer Kirchengemeinde
gemacht. Danach habe ich 3 ½ Jahre ev. Religionspädagogik an
einer Fachhochschule studiert. Nach dem Diplom folgte dann
noch ein Anerkennungsjahr, eine weitere Prüfung und dann war
ich fertig.
Was haben Sie gemacht, bevor Sie sich bei uns beworben
haben?
Nach dem Studium das Berufspraktikum in der Ev. Stiftung
Neuerkerode, mit Gemeindeanbindung in der ev.-luth. Kirche
in Erkerode. Danach habe ich in der Kirchengemeinde in
Liebenburg gearbeitet, d. h. 50 % in der Kinder- und
Jugendarbeit der Gemeinde und die andere Hälfte in der
Nervenklinik Dr. Fontheim.
War die Klinikarbeit für Sie sehr bedrückend?
Nein. Für manche mag es bedrückend sein, für mich nicht. Ich
habe dort sehr viel zurückbekommen.
Was reizt Sie nun besonders an den LÖW Gemeinden?
Zuerst die Jugendarbeit als Schwerpunkt zu haben. Und dann
das besondere Konfirmanden Unterrichtsmodell mit den Kursen.
Denn den wöchentlichen Unterricht, wie ich ihn bisher kenne,
finde ich nicht mehr zeitgemäß. In den Kursen sehe ich viel
größere Chancen, die Jugendlichen zu erreichen. Sie sind
sicher besser zu motivieren.
Wir wünschen Ihnen, dass dies so gut geht und Sie auch
schnellen Zugang zu den Jugendlichen der Gemeinden finden.
Sind Sie mehr eine Einzelgängerin oder lieben Sie die
Teamarbeit?
Ich fühle mich im Team sehr wohl. Es gibt natürlich auch
Arbeiten, die man alleine machen muss. Aber allgemein ist es
für mich so, dass ich es gut finde, wenn man zusammensitzt,
Ideen entwickelt und sich austauscht.
Sind Sie fromm?
Es kommt darauf an, wie man fromm definiert.
Definieren Sie mal.
Also in dem Sinne, dass ich vor jeder Malzeit bete ... nein!
Wenn jemand als fromm bezeichnet wird, der jeden Tag fünf
Mal betet, dann bin ich nicht fromm. (nachdenklich) Aber für
mich sind Glaubensinhalte wichtig. Sie gehören zu meinem
Leben. Das regelmäßige Gespräch mit Gott auch. Und
christlich leben ebenso.
Worauf freuen Sie sich im Hinblick auf die vor Ihnen
liegende Arbeit besonders?
Ich freue mich auf ein hoffentlich sehr kollegiales
Miteinander. Ich freue mich, dass es jüngere Kolleginnen und
Kollegen sind. Ich freue mich auf das neue
Konfirmandenmodell.
Haben Sie auch Bedenken?
Ich kann mir vorstellen, dass es nicht immer ganz einfach
ist, drei Gemeinden gerecht zu werden. Man kann es nicht
allen recht machen. Ich möchte einen Weg finden, auf dem
sich die Jugendlichen, die Gemeinden und ich mich
schließlich auch wohlfühle.
Haben Sie Hobbys?
Ich spiele Gitarre und singe gerne. Eine weitere Vorliebe
ist das Tanzen.
Frau Körner, vielen Dank für das nette Gespräch. Das
Redaktionsteam wünscht Ihnen Gottes Segen für alles, was Sie
vorhaben.
Mit Frau Körner sprach unser Redaktionsmitglied Reinhard Schalla.
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