Das Wichernkreuz, Symbol der Wicherngemeinde
Wichern aktuell 2/2002
Home Termine Wichern aktuell Gebäude Kinder Jugendliche Gemeinde Service
Wichern aktuell
Wichern aktuell 2/2002
Leitartikel
Jana Körner
50 +
Abschied
Sonnenstrom
Konfirmanden
Rosenäckern
LÖW

"Ich freue mich auf das neue
Konfirmanden - Unterrichtsmodell"

Interview mit der neuen Diakonin Jana Körner

Diakonin Jana Körner, 26 Jahre alt, noch nicht verheiratet (O-Ton Jana Körner), wohnt in Betrum (zwischen Braunschweig und Hildesheim) 

Frau Körner, herzlich willkommen in unserer Gemeinde - besser, in unseren LÖW-Gemeinden. Wie kamen Sie darauf, Diakonin zu werden?

Ich bin da so reingewachsen. Groß geworden bin ich in einem christlichen Elternhaus. Natürlich bin ich regelmäßig in den Kindergottesdienst gegangen. Und als ich dann im Konfirmandenunterricht war, merkte die Pastorin, dass ich Interesse an unserer Gemeindearbeit hatte. 

In welcher Gemeinde war das? 

In Langelsheim. Da komme ich auch her. Und so fing ich an, im Kindergottesdienst mitzumachen. Bald kam eine neue Diakonin in die Gemeinde. Mit ihr und dem Pfarrer habe ich sechs Jahre ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit mit geholfen. Die Diakonin hat ich sehr geprägt in der Arbeit. Und schließlich wurde mir immer klarer, ich will auch Diakonin werden. 

Und wie ging es weiter? 

Ich habe ein halbes Jahr Praktikum in einer Kirchengemeinde gemacht. Danach habe ich 3 ½ Jahre ev. Religionspädagogik an einer Fachhochschule studiert. Nach dem Diplom folgte dann noch ein Anerkennungsjahr, eine weitere Prüfung und dann war ich fertig. 

Was haben Sie gemacht, bevor Sie sich bei uns beworben haben? 

Nach dem Studium das Berufspraktikum in der Ev. Stiftung Neuerkerode, mit Gemeindeanbindung in der ev.-luth. Kirche in Erkerode. Danach habe ich in der Kirchengemeinde in Liebenburg gearbeitet, d. h. 50 % in der Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde und die andere Hälfte in der Nervenklinik Dr. Fontheim. 

War die Klinikarbeit für Sie sehr bedrückend? 

Nein. Für manche mag es bedrückend sein, für mich nicht. Ich habe dort sehr viel zurückbekommen. 

Was reizt Sie nun besonders an den LÖW Gemeinden? 

Zuerst die Jugendarbeit als Schwerpunkt zu haben. Und dann das besondere Konfirmanden Unterrichtsmodell mit den Kursen. Denn den wöchentlichen Unterricht, wie ich ihn bisher kenne, finde ich nicht mehr zeitgemäß. In den Kursen sehe ich viel größere Chancen, die Jugendlichen zu erreichen. Sie sind sicher besser zu motivieren. 

Wir wünschen Ihnen, dass dies so gut geht und Sie auch schnellen Zugang zu den Jugendlichen der Gemeinden finden. Sind Sie mehr eine Einzelgängerin oder lieben Sie die Teamarbeit?

Ich fühle mich im Team sehr wohl. Es gibt natürlich auch Arbeiten, die man alleine machen muss. Aber allgemein ist es für mich so, dass ich es gut finde, wenn man zusammensitzt, Ideen entwickelt und sich austauscht. 

Sind Sie fromm? 

Es kommt darauf an, wie man fromm definiert. 

Definieren Sie mal. 

Also in dem Sinne, dass ich vor jeder Malzeit bete ... nein! Wenn jemand als fromm bezeichnet wird, der jeden Tag fünf Mal betet, dann bin ich nicht fromm. (nachdenklich) Aber für mich sind Glaubensinhalte wichtig. Sie gehören zu meinem Leben. Das regelmäßige Gespräch mit Gott auch. Und christlich leben ebenso. 

Worauf freuen Sie sich im Hinblick auf die vor Ihnen liegende Arbeit besonders? 

Ich freue mich auf ein hoffentlich sehr kollegiales Miteinander. Ich freue mich, dass es jüngere Kolleginnen und Kollegen sind. Ich freue mich auf das neue Konfirmandenmodell.

Haben Sie auch Bedenken? 

Ich kann mir vorstellen, dass es nicht immer ganz einfach ist, drei Gemeinden gerecht zu werden. Man kann es nicht allen recht machen. Ich möchte einen Weg finden, auf dem sich die Jugendlichen, die Gemeinden und ich mich schließlich auch wohlfühle. 

Haben Sie Hobbys? 

Ich spiele Gitarre und singe gerne. Eine weitere Vorliebe ist das Tanzen. 

Frau Körner, vielen Dank für das nette Gespräch. Das Redaktionsteam wünscht Ihnen Gottes Segen für alles, was Sie vorhaben. 

Mit Frau Körner sprach unser Redaktionsmitglied Reinhard Schalla.

 
 
 
 
 Matthias Rahm
 Stand: 22.03.2002