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Dass mein Frühstücksgedeck in den Rheinauen steht, nicht
allzu weit von Düsseldorf
entfernt, aber auch in der Nähe
von Himmelsgeist und Vollmerswerth, hängt mit dem Thema
zusammen, das am ersten Montag im Februar das Treffen der
Frauen 50+ bestimmt.
Himmelsgeist - welch schöner Name für
einen Wohnort! Und ein Hauch himmlischen Geistes weht auch
über und in dieser Veranstaltung. Zunächst in Form von
Kaffeeduft, der schon an der Eingangstür den Eintretenden
einladend in die Nase steigt.
Pfarrerin Christiane Klages,
Ursula Przygoda und Brunhild Zervos, das Organisationsteam,
haben den heutigen Vormittag vorbereitet: Im Gemeinderaum
rot-weiße Absperrbänder, Pflastersteine als Markierungen
und einige Frühlingsblumeninseln. Auf den in einem weiten
Karree aufgestellten und sorgfältig gedeckten Tischen dienen
Straßenkarten aus den verschiedensten Regionen als Tischtücher.
Vor mir fließt der Rhein. Alles das ist
abgestimmt auf das Thema des heutigen Tages: "Wege".
Ehe wir
in dieses Thema einsteigen, wird allerdings erst einmal
ausgiebig gefrühstückt. Alles, was Herz und Magen begehren,
steht auf den Tischen - und es entwickelt sich ein
beachtlicher Geräuschpegel. Was gibt es nicht alles für
verschiedene Wegarten: Radwege, Fußwege, Irrwege, Umwege,
Wanderwege, Wasserwege ...
Und auf welchen Wegen sind wir in
unserem Leben gewandelt? Vier Bilder mit unterschiedlichen
Motiven - ein Weg über Berge und durch Täler unter einem
stürmischen Himmel, ein gerader Feldweg unter klarem Himmel
in einer ruhigen Landschaft, ein schmaler Brückenweg über
das Wasser oder etwas, was eigentlich keinen Weg mehr
sichtbar lässt - Matsch mit tiefen Spuren von Autoreifen -
sollen Gesprächsanregungen geben. Nach dem Lesen von Psalm
23 und unter dem Eindruck der Bilder werden in Gruppen
(Murmelgruppen) Erinnerungen an das eigene Leben
ausgetauscht, Bezüge hergestellt, von Orientierungshilfen
und Erfahrungen berichtet aus Situationen, wo man sich von
unsichtbarer Hand geführt glaubte. Und auch wenn es in dem
von uns eingangs gesungenen Lied "Wohl auf in Gottes schöne
Welt ..." heißt "wer wandern will, der darf nicht stehn,
darf niemals mehr nach hinten sehn ..." - wir taten es.
Dabei schien es manchmal allerdings, als ob sich im
Rückblick ein rosaroter Schleier über die zurückgelegte
Wegstrecke gelegt hat. Doch das ist vielleicht ja auch gut
so. Denn im Gegensatz zu anderen Wegen können wir diesen
Weg, den Lebensweg, nur einmal gehen, und Überlegungen "was
wäre geworden, wenn" sind in jeder Richtung müßig. Außerdem:
noch haben wir ja eine Wegstrecke vor uns, die wir ganz
bewusst leben und gestalten können. Das fand seinen Ausdruck
in dem abschließenden Lied "Vertraut den neuen Wegen ..."
Jeden ersten Montag im Monat findet um 10 Uhr das
Frauenfrühstück 50+ im Gemeinderaum hinter der Kirche,
Sulzbacher Str. 41, statt. Einige der bisherigen Themen
waren: "Urlaubslust und Urlaubsfrust", "Frühling lässt sein
blaues Band ...", "Rin in die Kartoffeln ..." oder
"Schwestern". Am ersten Montag im April heißt es "Auf gute
Nachbarschaft". Sie, Frau 50+, sind dazu herzlich
eingeladen.
Anne-Margret Rietz
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