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Kirchenvorstandstag 

am 17. Februar

Zum zweiten Mal in seiner Amtszeit ging der neue Kirchenvorstand in Klausur, um über die zukünftige Arbeit der Wicherngemeinde nachzudenken. Im letzten Jahr, am 7. Oktober 2000, hatte sich die Crew des "Wichern-Schiffes" gefunden und zusammengesetzt, um über die anstehenden Aufgaben und Probleme zu sprechen. Nun sollte der zukünftige Kurs des Gemeindeschiffes festgelegt werden.

Doch bevor man einen neuen Kurs festsetzen kann, muss man seinen Standort bestimmen, muss wissen, wo man sich befindet. Das Wichern-Schiff ist seit über 60 Jahren unterwegs, und viel ist in dieser Zeit geschehen. Eine Auflistung der Aktivitäten unserer Gemeinde zeigte, wie atemberaubend viel bei uns getan wird (wer möchte, kann diese Liste unter dem Stichwort „Übersicht“ auf der Wichern-Homepage – siehe S. 3 in diesem Heft – nachsehen). 

Jede Kirchenvorsteherin und jeder Kirchenvorsteher war aufgefordert, weitere Vorschläge zu machen, Fehlendes zu benennen. Dabei zeigte sich, dass hinter den Ideen für einen neuen Kurs der Gemeinde bereits eine konkrete Vorstellung über das Ziel steckt, das man erreichen will. Über diese oft nicht ausgesprochenen Gedanken, die Entscheidungen unbewusst beeinflussen, haben wir uns ausgetauscht. Das häufigste Stichwort war dabei das von der „aufsuchenden Gemeinde“. Der Kirchenvorstand wünscht sich, dass die Wicherngemeinde auf Menschen zugeht, sich als Ort zeigt, wo Menschen ein Zuhause und Hilfe finden können; dass sich die Gemeinde nach außen darstellt und auch mal in den Stadtteil zu den Menschen geht. 

Hier zeichnen sich auch erste Neuerungen ab: Gottesdienste „vor Ort“ könnte es geben; einen regelmäßig stattfindenden „Treffpunkt“; einen „Werktags-Gottesdienst“ im Wichernhaus. 

Schon geplant ist ein Frauenfrühstück „50+“ in Lehndorf und der Seniorenkreis Kanzlerfeld, der sich nach Ostern wieder treffen wird. 

In einem letzten Schritt bewertete der Kirchenvorstand die Aktivitäten der Gemeinde nach ihrer Wichtigkeit und diskutierte dann über einige Punkte. Erstaunlich war, dass sich keines der vielen Angebote unserer Gemeinde als überflüssig herausstellte oder abgelehnt wurde. Nachfragen und Diskussionen gaben vielen – auch den „Altgedienten“ – wichtige Informationen zu Aktivitäten, die vorher oft nicht bekannt waren, zeigten aber auch, worüber der Kirchenvorstand in Zukunft nachdenken und woran er weiterarbeiten muss. 

Das Wichern-Schiff ist auf gutem Kurs und bleibt weiterhin auf großer Fahrt. Man darf gespannt sein, wohin die Reise geht und welche Schätze sich auf der weiteren Fahrt noch auftun werden ...

Für den Kirchenvorstand Güntzel Schmidt