|
Zum zweiten Mal in
seiner Amtszeit ging der neue Kirchenvorstand in Klausur, um über die zukünftige
Arbeit der Wicherngemeinde nachzudenken.
Im letzten Jahr, am 7. Oktober 2000, hatte sich die Crew des "Wichern-Schiffes" gefunden und
zusammengesetzt, um über die anstehenden Aufgaben und Probleme zu sprechen.
Nun sollte der zukünftige Kurs des Gemeindeschiffes festgelegt werden.
Doch bevor man einen neuen Kurs festsetzen kann, muss
man seinen Standort bestimmen, muss wissen, wo man sich befindet. Das
Wichern-Schiff ist seit über 60 Jahren unterwegs, und viel ist in dieser Zeit
geschehen. Eine Auflistung der Aktivitäten unserer Gemeinde zeigte, wie
atemberaubend viel bei uns getan wird (wer möchte, kann diese Liste unter dem
Stichwort „Übersicht“ auf der Wichern-Homepage – siehe S. 3 in diesem
Heft – nachsehen).
Jede Kirchenvorsteherin und jeder Kirchenvorsteher war
aufgefordert, weitere Vorschläge zu machen, Fehlendes zu benennen. Dabei zeigte
sich, dass hinter den Ideen für einen neuen Kurs der Gemeinde bereits eine
konkrete Vorstellung über das Ziel steckt, das man erreichen will.
Über diese oft nicht ausgesprochenen Gedanken, die
Entscheidungen unbewusst beeinflussen, haben wir uns ausgetauscht.
Das häufigste Stichwort war dabei das von der „aufsuchenden Gemeinde“. Der
Kirchenvorstand wünscht sich, dass die Wicherngemeinde auf Menschen zugeht,
sich als Ort zeigt, wo Menschen ein Zuhause und Hilfe finden können; dass sich
die Gemeinde nach außen darstellt und auch mal in den Stadtteil zu den Menschen
geht.
Hier zeichnen sich auch erste Neuerungen ab:
Gottesdienste „vor Ort“ könnte es geben; einen
regelmäßig stattfindenden „Treffpunkt“; einen „Werktags-Gottesdienst“ im Wichernhaus.
Schon geplant ist ein Frauenfrühstück „50+“ in Lehndorf und der Seniorenkreis Kanzlerfeld,
der sich nach Ostern wieder treffen wird.
In einem letzten Schritt bewertete der Kirchenvorstand
die Aktivitäten der Gemeinde nach ihrer Wichtigkeit und diskutierte dann über
einige Punkte. Erstaunlich war, dass sich keines der vielen Angebote unserer
Gemeinde als überflüssig herausstellte oder abgelehnt wurde. Nachfragen und
Diskussionen gaben vielen – auch den „Altgedienten“ – wichtige
Informationen zu Aktivitäten, die vorher oft nicht bekannt waren, zeigten aber
auch, worüber der Kirchenvorstand in Zukunft nachdenken und woran er
weiterarbeiten muss.
Das Wichern-Schiff ist auf gutem Kurs und bleibt
weiterhin auf großer Fahrt. Man darf gespannt sein, wohin die Reise geht und
welche Schätze sich auf der weiteren Fahrt noch auftun werden ...
Für den Kirchenvorstand Güntzel Schmidt
|