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Wichern aktuell 1/2002
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Wichern aktuell 1/2002
Leitartikel
Kristina Kühnbaum-Schmidt
Hans Römer
Posaunenchor
Sonnenstrom
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Terror

Sonnenstrom

Wir haben es wirklich noch geschafft - seit dem 20. Dezember speist die Sonnenstromanlage auf dem Pfarrhaus-/Kirchendach Sonnenstrom in das Netz der Braunschweiger Stadtwerke. Hier wird nun Strom ohne schädliche Emissionen produziert. Warum wir unbedingt im letzten Jahr noch ans Netz wollten, erklärt sich aus dem "Erneuerbare Energie-Gesetz", das der Gemeinde für eine kWh 99 Pfennige für 20 Jahre garantiert, in diesem Jahr wären es pro kWh 5 Pfennige weniger gewesen. (Nebenbei: der garantierte Festpreis von 99 Pfennigen hat bei einigen Kritik ausgelöst. Sie stört, dass sie sich mit 0,1 Pfennig pro kWh an der Förderung alternativer Energiegewinnungen beteiligen müssen. Hierzu sei nur angemerkt, dass wir alle die Förderung der Kohle mit dem Kohlepfennig bezahlen und die Forschung und Entwicklung neuer Techniken wie zum Beispiel der Atomenergie auch mit unseren Steuern unterstützen mussten.) 

Die Installationsarbeiten der Module durch die Firma Friese und Röver gestalteten sich aufgrund des kalten und regnerischen Wetters Mitte Dezember recht schwierig. Da das Kirchendach sehr steil und uneben ist, erschwerte dies die Montagearbeiten. Viele Lehndorfer verfolgten interessiert, wie die Arbeiten voran gingen. Während der Außenarbeiten erfreute uns die Nachricht, dass die Niedersächsische Lottostiftung Bingo - die Umweltlotterie, unsere Sonnenstromanlage nun doch noch mit einer Fördersumme von 9 000 DM unterstützt. Und dann trafen jeden Tag immer wieder großzügige Spenden im Gemeindebüro ein. Die Unterstützung von so vielen Gemeindemitgliedern mit kleinen und großen Beträgen hat unsere Erwartungen weit übertroffen und uns sehr erfreut. Dafür danken wir Ihnen sehr! Bis zum 10. Januar sind an Spenden und Sponsorengeldern 28 000 DM eingegangen. Sie haben damit gezeigt, dass Sie gerne bereit sind, konkrete Schritte vor Ort zur Bewahrung unserer Schöpfung tatkräftig zu unterstützen. Dies ist ein sehr ermutigendes Zeichen und bestärkt uns darin, dass es sich lohnt, sich für die Zukunft unserer Kinder und Enkel zu engagieren. 

Jetzt werden wir häufig gefragt, wie viel Geld noch nötig ist, um die Anlage vollständig zu bezahlen. Die Gemeinde hat statt 30.000 DM, wie von uns vorgesehen, nun nur noch einen Kredit von 20.000 DM aufnehmen müssen. Jede weitere Unterstützung von Sonnenstrom auf das Konto der Ev.-luth. Kirchengemeinde Wichern, verringert diese Summe und ist natürlich auch in Zukunft noch sehr erwünscht. 

Der Schaukasten an der Pfarrhauswand, der allen die produzierte Strommenge unserer Anlage sichtbar macht, wird aufgrund von Lieferfristen erst Ende Februar angebracht. (Bis heute, 17. Januar, hat die Anlage bereits 87 kWh produziert.) Im März werden wir die Sonnenstromanlage in einem Gottesdienst feierlich einweihen und durch dieses Himmelsfenster vielleicht eine neue Wahrnehmung und einen neuen Blick für die himmlische Energie bekommen, die uns bei der Bewältigung unserer Alltagsprobleme helfen kann.

Detlef Quandt

 
 
 
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