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Leitartikel
Kristina Kühnbaum-Schmidt
Hans Römer
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Terror

Gemeindebrief

Evangelisch-lutherische Wicherngemeinde Braunschweig

Lehndorf / Kanzlerfeld

Wichern aktuell 1 / 2002

Liebe Leserinnen und Leser,

noch ist es fast neu, dieses Jahr, erst einen Monat alt - und vieles von dem, was uns in 2002 begegnen wird - sei es schön oder schrecklich, liegt noch verborgen. Zu oft haben sich Expertenprognosen oder solche von vermeintlichen Hellsehern als reine Phantasie erwiesen, wenig hilfreich, um unsere Zukunft zu erhellen oder zu deuten. In die Zukunft dieses Jahres kann uns die Jahreslosung begleiten - ein Wort des Propheten Jesaja, das wie ein Motto über allen Tagen stehen kann: Jes.12,2

Ja, Gott ist meine Rettung;
ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.

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Eine Neue Aufgabe für Frau Kühnbaum-Schmidt

Seit dem 15. Januar 2002 habe ich eine neue Aufgabe übernommen: ich bin nicht mehr Pfarrerin in Wichern, sondern als Pfarrerin für die Öffentlichkeitsarbeit unserer Propstei Braunschweig zuständig. Mitte Dezember hat mich die Kirchenregierung auf Vorschlag des Propsteivorstandes auf diese Stelle berufen.  [weiter...]

 

Hans Römer, ein treuer Diener seines und unseres Herrn

Am 5. Dezember 2001 starb, fast 90-jährig, Hans Römer, von 1961 bis 1975 Pfarrer unserer Gemeinde.
In Magdeburg geboren, wuchs er als Kriegshalbwaise in Helmstedt in knappen finanziellen Verhältnissen auf. Damit, dass er das Theologiestudium ergriff, entsprach er dem Wunsch seiner Mutter. Er studierte hauptsächlich in Tübingen, wo ihn Karl Heim stark prägte, der eine betont biblische Haltung mit Aufgeschlossenheit für Naturwissenschaften und Philosophie verband, und wo er seine spätere Frau fand. Nach Lehrvikariat an St. Petri in Braunschweig und Ordination hatte er ein Jahr lang Vertretungen in Stadtgemeinden wahrzunehmen. 

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"Mein Hobby: Posaunenchor. Mehr als nur ein Hobby"

Es ist Dienstagabend. Ich bin mit dem Posaunenchor im Wichernhaus verabredet. Im Eingangsbereich wartet Ilona Bohmeier auf ihren Sohn Seraphin. "Er hat mich zu früh bestellt", sagt sie. Und so kommen wir kurz ins Gespräch. Er übt drei Mal die Woche auf seiner Trompete. Und wie geht das Üben zu Hause? "Na ja, so einfach ist das nicht. Und eine neue Mietwohnung zu finden mit einem Trompetenspieler in der Familie ist komplizierter als ich dachte", meint sie. Aber da kommt der Sohnemann, und ich kann dem Ende der Chorprobe lauschen. [weiter...]

Sonnenstrom

Wir haben es wirklich noch geschafft - seit dem 20. Dezember speist die Sonnenstromanlage auf dem Pfarrhaus-/Kirchendach Sonnenstrom in das Netz der Braunschweiger Stadtwerke. Hier wird nun Strom ohne schädliche Emissionen produziert. Warum wir unbedingt im letzten Jahr noch ans Netz wollten, erklärt sich aus dem "Erneuerbare Energie-Gesetz", das der Gemeinde für eine kWh 99 Pfennige für 20 Jahre garantiert, in diesem Jahr wären es pro kWh 5 Pfennige weniger gewesen. (Nebenbei: der garantierte Festpreis von 99 Pfennigen hat bei einigen Kritik ausgelöst. Sie stört, dass sie sich mit 0,1 Pfennig pro kWh an der Förderung alternativer Energiegewinnungen beteiligen müssen. Hierzu sei nur angemerkt, dass wir alle die Förderung der Kohle mit dem Kohlepfennig bezahlen und die Forschung und Entwicklung neuer Techniken wie zum Beispiel der Atomenergie auch mit unseren Steuern unterstützen mussten.)  [weiter...]

Terror nicht mit Terror vergelten

Auszüge aus einem Brief von Dr. Konrad Raiser (OeRK) an Kofi Annan, Generalsekretär der Vereinten Nationen, zu den Ereignissen vom 11. September 2001

"...Wie Sie es klar ausgedrückt haben, haben die Anschläge die extreme Verletzlichkeit aller Nationen gezeigt und darüber hinaus auch die Anfälligkeit des herrschenden globalen Systems. In einer Welt, in der eine immer größere Zahl von Nationen und Völkern zu extremer Armut verurteilt ist, während großer Wohlstand in anderen Teilen angehäuft wird, eine solche Gesellschaft ist in sich instabil und verletzlich gegenüber allen Akten solch extremer Gewalt. Eine Welt, in der Geist, Logik und Praxis des Krieges die Politik der mächtigen Nationen bestimmt und in der diese geistige Haltung durch eine immer eindimensionalere Medienlandschaft auch auf die Völker selbst zurückstrahlt, eine solche Welt erzeugt Gewalt.  [weiter...]