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Wichern aktuell 01/2001
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Wichern aktuell 01/2001
Aus dem Kirchenvorstand
Höhepunkte 2001

In einem Schaukasten steckt mehr als man sehen kann

 

Textfeld:  Haben Sie schon einmal bemerkt, dass die Gemeinde außer Wichern aktuell auch  noch andere „Werbeträger“ hat? Da sind zum Beispiel die Schaukästen. Drei an der Zahl stehen in Lehndorf/ Kanz­­lerfeld. Sie werden von drei Frauen betreut, von   Sigrid Schötzig, Barbara Ter­steegen und Karin Voeltz. An  dem Schaukasten in Lehndorf wollen wir - stellvertretend für alle - aufzeigen, was da so „drin“ steckt. Wir sprachen mit Sigrid Schötzig, um etwas über ihre Arbeit zu erfahren.

Sigrid Schötzig „macht“ den Schaukasten seit ca. sechs Jahren. Sie hat - damals angeworben von Christa Hahne - die Arbeit von Else Just übernommen, die ihrerseits zehn Jahre lang den Kasten mit aktuellen Informationen bestückt hatte: Gottesdienstpläne, Gedankenanstöße, Bilder, Einladungen zu den Veranstaltungen.

"Ich finde es schön, dass ich bei dieser Arbeit meine Ideen verwirklichen und meine künstlerischen Möglichkeiten nutzen kann. Ich sehe darin eine sinnvolle Betätigung für die Gemeinde." Die Schaukastengestaltung ist eine klar begrenzte Aufgabe und ein wirklich „gutes“ Ehrenamt. Zwar sind bestimmte Themen und Inhalte durch das Kirchenjahr festgelegt; darüber hinaus gibt es jedoch viel Entscheidungsspielraum, wie man ein bestimmtes Thema aufbereiten möchte und wie häufig man zwischendurch den Schaukasten ansprechend „umdekorieren“ will. Die Vielzahl der Ideen überrascht immer wieder. Da wird zunächst einmal der Untergrund gestaltet, d.h. die herausnehmbare Platte bearbeitet, z.B. mit Stoff bespannt. Danach wird geschrieben, gemalt und ausgeschnitten. Mit vielfältigen Materialien werden Effekte herbeigeführt, die in erster Linie natürlich Aufmerksamkeit erregen sollen.

Dass Menschen ihren Schaukasten beachten, erfährt Sigrid Schötzig immer wieder, wenn sie von Unbekannten angesprochen wird, die ihre Arbeit anerkennen und loben. Dann weiß sie, dass sich die Arbeit, die Ideensuche und die Gestaltung selbst gelohnt haben. Schließlich wird die Platte wieder ins Auto geladen, zur Pfarrhausecke gefahren und, möglichst bevor ein Windstoß alles wieder hinwegfegt, eingesetzt. Schauen Sie doch selber mal - es lohnt sich eigentlich immer!

Heidi Quandt